Bis Heute:

Die Stiftung hat bereits begonnen bei den Einheimischen alte Objekte aller Art zu sammeln und zu sichern. Die Stiftung hat als Grundsatz, dass nur geschenkte Objekte ohne Auflagen jeglicher Art übernommen werden. Die Umsetzung des Stiftungszwecks, „gesicherte Artefakte vorwiegend an lokale Museen als Leihgaben zu Ausstellungszwecken für die Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen“, erweist sich als kaum durchführbar. Das einzige lokale Museum, das Heimatmuseum Rheinwald in Splügen, stösst bereits jetzt mangels Räumlichkeiten an seine Grenzen. Deshalb suchte die Stiftung nach einer Alternativlösung. Die Stiftung hat sich entschieden an Stelle eines klassischen Museums eher auf ein Schaumuseum zu setzen, also ein Walserama, ähnlich der vielbesuchten und bekannten Schaumuseen wie Technorama in Winterthur, Papilliorama in Kerzers, Mühldrama in Zürich etc. Eine geeignete Immobilie, der Bünlastall in Nufenen,  wurde ins Auge gefasst und sollte für die Stiftung erwerbbar sein. Es handelt sich um ein historisches Bauwerk, das unter dem Schutz der Denkmalpflege Graubündens steht. Das Gebäude wurde im 17. Jahrhundert höchstwahrscheinlich von einem Jacob Schäni (1653-1708) als Suste erbaut. Es diente als Lagerraum, Umladeplatz und Rossstall während der Zeit der „Port“ der Gerichtsgemeinde Rheinwald an der Bernhardinerstrasse.

Bis Ende 2016 konnte sich die Stiftung mit den Eigentümer des Bünlastalles einigen und dank der Hilfe von Stiftungen wie Ueli Schlagerter Stiftung in Zürich (10'000 Fr.), Göhner-Stiftung in Zug (20'000 Fr.), Stiftung Vontobel in Zürich (30'000 Fr.) sowie vielen kleineren aber wertvolle Spenden, konnte die Immobilie noch vor Weihnachten 2016 erworben werden.

 

2017 wurden im Lager Ost ein neuer Boden (84 m2) sowie eine gleichgrosse Zwischendecken von den Stiftungsmitgliedern in freiwilliger, unbezahlter Arbeit eingebaut, so dass im Herbst der Ausstellungssaal n° 1 bereit war um die ersten Artefakte aufzunehmen.

Diese Investitionen wurden von den Stiftungen Jacques Bischofsberger in Chur mit 1'000 Fr. und Stiftung Geschwister I & H in Basel mit 10'000 Fr. übernommen.

Eröffnungsfeier am 25. November 2017

Am 25. November 2017 durften wir mit geladenen Gästen und reger Beteiligung der Bevölkerung unser WalseRama eröffnen. Der erste fertiggestellte Ausstellungsraum wurde von den Besuchern mit grossem Interesse besichtigt. Dieser Ausstellungsraum wird seiner ursprünglichen Nutzung als Sust-Lagerraum gerecht. Er ist mit Postkutsche, Postschlitten und verschiedener Karren und Schlitten ausgestattet.

Holzkauf:

Anfang Dezember ergab sich die Möglichkeit Fichtenholz bei der Korporation Göriwald zu kaufen und in Nufenen sägen zu lassen. Obwohl weder das OK der Denkmalpflege noch eine Baubewilligung vorliegen, entschied sich die Stiftung 8.5 m3 Blockholz zu kaufen für den Boden des Lagers West. Die Begründung liegt daran, dass der m3 gesägtes Holz auf rund 200 Franken kommt gegenüber rund 1000 Franken des normalen Handelpreises. Eine solche Ersparnis konnten wir uns nicht entgehen lassen. Mitte Dezember wurden die rohen, frisch gesägten Brettern bei der Allmend (ARA) gestapelt und mit Schiffthölzer versehen, so dass sie bis zum nächsten Mai trocknen und verwendet werden können.